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Der Wilhelmsschrei #1: Trailer / Vorschau 2016


Inhalt

In der ersten Folge unseres neuen Formats „Der Wilhelmsschrei“ diskutieren wir über Sinn und Unsinn von Trailern. Außerdem stellen wir jeweils fünf (oder mehr) Filme vor, auf die wir uns im Jahr 2016 besonders freuen.

Für Feedback oder Fragen schreibt eine Mail an feedback@longtake.de. Wir freuen uns sehr über jegliches Feedback via Mail, Kommentarfunktion oder Facebook und Twitter (@longtakede) und auch über jegliche andersartige Unterstützung, vielen Dank für’s Zuhören!

An den Mikrofonen:
Johannes (@joukoda)
Lucas B. (@Kinomensch)
Lukas M. (@cinedrifter)

(Ausschnitte aus den Filmen unterliegen dem Copyright des entsprechenden Filmverleihs und werden aus rein journalistischer Intention unkommerziell genutzt.)

SHOWNOTES

00:00:00 – 00:02:55 / Begrüßung + Einführung
00:02:56 – 00:27:40 / Diskussion: Trailer und Teaser
00:27:41 – 00:50:25 / Vorschau 2016
0:50:26 – 00:52:22 / Verabschiedung + Outro

Johannes:
5. Midnight Special / Deadpool
4. Triple 9
3. The Nice Guys
2. Hail, Ceasar!
1. La La Land
Lucas B.:
5. Snowden 
4. Green Room
3. The Lost City of Z
2. It’s Only the End of the World / The Death and Life of John F. Donovan
1. The Other Side of the Wind
Lukas M.:
5. High Rise / Free Fire
4. Green Room
3. The Witch
2. The Neon Demon
1. Endless Poetry

7 Kommentare

  1. PandaVegetto sagt:

    Über Trailer in einem Filmodcast zu sprechen ist ja so 2014! ^^ Lucas Artikel über das Thema fand ich gut.

    Wenn ich einen Film sowieso sehen will, brauche ich auch keine Trailer mehr dazu. Besonders bei den Blockbustern wird ja nichts mehr zurückgehalten an Material, ein Teaser und vier Trailer. Wobei bei Star Trek Into Darkness der letzte Akt sogar auf dem Filmplakat war.
    Ansonsten bin ich da Team Johannes, Augen zu und bei einigen Filmen auch die Ohren im Kino. Deshalb habe ich auch noch nichts zu The Hateful Eight gesehen!^^

    Meine Top5
    Batman V Superman: Dawn of Justice
    Hail, Caesar!
    Silence
    Son of Saul
    Spotlight

    1. Johannes sagt:

      Na, wenn das so 2014 ist, dann hau doch mal ein paar bessere Themenvorschläge raus, werter Herr Pandavegetto! 😛

      Habe bei Hateful Eight bisher auch immer Augen geschlossen und versucht, wegzuhören, aber bald ist es ja zum Glück so weit. *70 mm Roadshow hust 27.01. hust*

  2. Hallo,
    in der aktuellen Form finde ich Trailer unzumutbar. Bei vielen Filmen werden mehrere oft minutenlange Trailer produziert und gezeigt. Wenn man dann alle zusammenfügt, hat man schon den ganzen Film gesehen. Am schlimmsten sind die Trailer zu Comedy-Filmen. Dort werden oftmals in 2 Trailern die Witze des kompletten Films rausgehaun (z.b. bei Bad Neighbors). Ob das nun ein Zeichen für die Qualität des Film ist, dass in 2 Minuten alle guten Witze schon verprasst werden, belibt erstmal so stehengelassen.

    Ich gucke mir gern Teaser an. Gerade der Interstellar Teaser war sehr gelungen. Er zeigte die Stimmung des Films und griff kurz das Grundgerüst der Story auf. Das reicht mir dann, um zu wissen, ob mir der Film zusagt.

    Da ihr eh fats jeden Film seht, der von hier bis Timbuktu erscheint, würde ich an eurer Stelle eh keinen Trailer mehr gucken.

    Ansonsten sollte man überlegen, das Gerüst der Trailer etwas zu überdenken. Weniger ist manchmal mehr, oder man könnte auch extra Trailer drehen, ohne Filmszenen zu verwenden. Bei dem Productionvalue, welches die Filme mittlerweile haben, sollte so ein kurzer Trailer auch noch zu finanzieren sein.

    lg sebastian

    1. Johannes sagt:

      Moin, moin! Kleine Teaser decken bei mir meist auch schon den Bedarf an Informationen zum Film (außer, wenn es sich um die typischen Supderhelden-Teaser mit einer Sekunde Bildmaterial und 30 Sekunden Taglines handelt). Ich hatte ja in der Folge angesprochen, dass Hollywood nicht wirklich einen Grund sieht, das normale Gerüst von Trailern zu ändern, weil es funktioniert.

      Das verwundert mich ein wenig. Gerade wenn man sich heute Werbung in den USA anschaut (z.B. zum Superbowl) geben sich Firmen und Werbeagenturen meist sehr viel Mühe, die Werbeclips innovativ zu gestalten. Über die einfallsreichsten Werbeclips wird später am meisten geredet. Trailer fallen aus diesem Schema irgendwie heraus, es gibt keine kreativen Ansprüche an Trailer, über sie soll nur der spätere Film beurteilt werden. Das ist natürlich auch der ursprüngliche Sinn von Werbung, jedoch scheinen mir Trailer als Werbeform in ihrer Entwicklung zu stagnieren, gerade im Vergleich zum Rest der Branche. Vielleicht gelangen wir irgendwann an einen Punkt, an dem das Mainstream-Kino ein noch größerer Einheitsbrei ist als heute und der einzige Differenzierungsmechanismus kreative Trailer sind – das wäre allerdings keine allzu wünschenswerte Entwicklung.

      1. Es ist halt ein schwieriges Unterfangen, dem sich das Filmstudio stellen muss. Erstmal hat man ja schon eine riesige Bringepflicht der Produktionsfirma gegenüber. Ein Film der 250 Millionen kostet, soll ja am besten das dreifache einspielen. Was ich schon mal komisch finde. Wenn ein Film gewinnt macht, war dieser doch erfolgreich oder nicht?!
        Da es sich gezeigt hat, dass die Trailer zu den erfolgreichsten Filmen (Star Wars Trailer fand ich aber noch in Ordnung muss ich sagen) genau nach dem gleichen Prinzip aufgebaut sind und halt funktionieren, wird es schwer diese Struktur zu ändern. Nach den Filmen sagen immer wieder viele, „naja der Film war ok, aber das meiste sah ich schon im trailer. Das ist schade.“ Aber der Kunde war im Kino. Und nur das zählt bei den Firmen. Beispielhaft ist da wohl Spiderman 2 mit dem Andrew. Erfolgreich, gewinn gemacht, Sony wars aber zu wenig.
        Ich finde übrigens, dass wir eigentlich in letzter zeit schon abwechslungsreiche Filme im Kino hatten. Auch ein The Revenant, den ihr ja nicht so gut fandet, war dennoch was anderes zur Michael Bay Actiongrütze und Marvel-wir-haben-immer-den-gleichen-Aufbau-Auflauf. Auch das neue Jahr startet ganz nett.
        Also ich finde schon, dass wir ein breit gefächertes Kinoprogramm haben. Aber natürlich besteht immer die Gefahr, wenn Filme wie Transformers oder Jurassic World so leicht, viel geld verdienen.

  3. Ein guter, aber kein herausragender Podcast – vor allem das Format finde ich sehr interessant.

    Interessant finde ich eure Ansichten zu Trailern – ich sehe Trailer als eine ganz eigene Form von Kunst. Ich habe circa 3 GB Trailer auf der Festplatte, die ich mir immer wieder ansehe. Allein gestern habe ich bestimmt 100 Mal den Trailer zur neuen ‚Suicide Squad‘ gesehen. Ich schaue auch immer wieder gerne Trailer zu Filmen, die schon 20 bis 30 Jahre alt sind.

    Was ihr leider nicht angesprochen habt, ist die Kategorie „Der Trailer ist besser als der Film“ – da fallen mir vor allem ‚Tropic Thunder‘ (Trailer episch, Film eher so medium – falls überhaupt) und natürlich der aktuelle ‚Godzilla‘-Film – da hat es ja sogar der Regisseur quasi indirekt zugegeben und das dürfte ja auch ein Novum sein.

    Weitere Themenvorschläge für den ‚Wilhelmsschrei‘: Wie sind die Rollen bei dem Dreh eines Films verteilt? Also was macht eigentlich ein Regisseur, ein Produzent und was ein ausführender Produzent? Ich habe mal gelesen, dass der Titel „ausführender Produzent“ etwas ist, was gerne Leuten gegeben wird, wenn sie ein Projekt verlassen haben (wie Tim Burton bei ‚Batman Forever‘), da sie so Anspruch auf Abfindungen haben. Was macht eigentlich ein Gaffer? Wofür steht das „A.S.C.“ in den Vorspännen?

    Vielleicht ist das ein wenig sinnvolle Anregung.

    1. Danke für dein Feedback, Dave.

      Angesichts der Tatsache, dass es die erste Folge war, bin ich mit „gut“ ganz zufrieden. Natürlich wäre es auch gut zu wissen, was uns zu einer „herausragenden“ Folge noch fehlt.

      Die von die angesprochene Kategorie habe ich persönlich nicht angesprochen, weil ich diese Erfahrung noch nie gemacht habe. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern. Trailer reißen mich nur äußerst selten mit, weil ich sie nicht von meiner Wahrnehmung als Werbung trennen kann.

      Vielen Dank für deine Themenvorschläge, einige davon sind wirklich interessant. Allerdings erscheinen die meisten davon nicht unbedingt als Diskussionsgrundlage geeignet zu sein, weil es zu ihnen bereits eindeutige Antworten gibt. (Z.B. bedeutet das A.S.C. vor dem Namen, dass die aufgeführte Person Mitglied der American Society of Cinematographers ist und Gaffer ist der englische Begriff für den Oberbeleuchter, der sich hauptverantwortlich zeichnet für die Lichtgestaltung am Set.) Sie tragen nicht unbedingt etwas Kontroverses in sich, bei der man wirklich verschiedene Meinungen haben kann.

      „Longtake“ und der „Wilhelmsschrei“ sind nicht als Lehr- oder Edutainment-Sendungen gedacht, sondern als Kritik- und Diskussionsformate. Wenn du mehr über Begriffe und Prozesse aus Filmindustrie- und -wissenschaft lernen willst, rate ich eher zu dem umfangreichen Lehrmaterial, das es bereits gibt. Andere können das besser als wir. (Ich empfehle als Einstiegs in der Regel „Filme verstehen“ von James Monaco.)

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