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79 MIN

#35: Spotlight / Francofonia

März 11, 2016
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Wir betreiben seriösen Filmjournalismus und beschäftigen uns mit dem (laut der Academy) besten Film des Jahres 2015: ‚Spotlight‘. Außerdem geht es mit Papa Sokurow und seinem neuen Film ‚Francofonia‘ ins Museum.

Für Feedback oder Fragen schreibt eine Mail an feedback@longtake.de. Wir freuen uns sehr über jegliches Feedback via Mail, Kommentarfunktion oder Facebook und Twitter (@longtakede) und auch über jegliche andersartige Unterstützung, vielen Dank fürs Zuhören!

An den Mikrofonen:
Johannes (@joukoda)
Lucas B. (@Kinomensch)
Lukas M. (@cinedrifter)

(Ausschnitte aus den Filmen unterliegen dem Copyright des entsprechenden Filmverleihs und werden aus rein journalistischer Intention unkommerziell genutzt.)

Shownotes
  • 0:00

    Begrüßung + iTunes Rezension

  • 3:04

    Filmdiskussion: Spotlight

  • 39:44

    Filmdiskussion: Francofonia

  • 1:14:15

    Verabschiedung + Social Media + Filme der nächsten Woche

7 Kommentare

  1. Kamil sagt:

    Schöne Besprechung zu Spotlight!
    Ihr habt vieles angesprochen, was mir selber auch durch den Kopf ging. Das Unaufgeregte des Films ohne eine manipulative Überdramatisierung und der Fokus auf den journalistischen Prozess hat mir überaus gefallen. Gleichzeitig – und ich glaube, deshalb hat er für mich auch so gut funktioniert – werden die Opfer hier angemessen gewürdigt und ihnen der richtige Platz eingeräumt, ohne ihre Geschichte für „große Momente“ auszunutzen.
    Aus formaler Sicht habt ihr sicherlich Recht, wenn ihr meint, dass der Film eher zweckdienlich geworden ist und keine experimentellen Wege bestreitet, aber zum einem passt diese Nüchternheit ganz gut zum Kontext dieses fast schon historischen Monuments und zudem sind mir aber doch immer wieder kleine Spitzen in dieser „unsichtbaren“ Kameraführung aufgefallen, die mir gefallen haben: trotz vieler „Shot/Reverse Shot“-Montagen bleibt die Kamera, wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, häufig in Bewegung, wenn sie sich – aber dennoch unaufgeregt – durch die Korridore der Redaktionsräume schlängelt und wird damit zum perfekten Begleiter dieses Prozesses. Außerdem gefiel mir, wie sie sich in bestimmten Situationen auf das Ensemble zubewegt und sich auch von ihnen entfernt, um sie mit der Größe ihrer Erkenntnisse zu konfrontieren.

    Nein, ich kann mit der Entscheidung, diesen Film mit einem Oscar zu versehen, tatsächlich schon ganz gut leben (wenngleich der typische Oscar-Moment von Mark Ruffalo tatsächlich sehr unbeholfen und deplatziert wirkt).
    Apropos Mark Ruffalo: sein Schauspiel kam mir auch irgendwie seltsam vor, aber vielleicht hat er nur so gespielt, weil er seinem realen Gegenstück besonders nah kommen wollte. Der echte Mike Rezendes war ja auch kurz bei den Oscars zu sehen und ohne ihn jetzt genau zu kennen und ohne ihn sprechen gehört zu haben, habe ich mir sofort gedacht: ja, er könnte tatsächlich so sein, wie ihn Mark Ruffalo spielt 😀

    Auf Francofonia habt ihr mich tatsächlich neugierig gemacht. Allein wenn ein Trailer das vielleicht schönste Stück klassischer Musikliteratur verwendet (Chopins Klavierkonzert), macht mich das schon ganz wuschig 😀 Erst einmal freue ich mich aber auf das Anlaufen von Son of Saul diese Woche.

  2. PandaVegetto sagt:

    Filme, die den Oscar mehr verdient haben als Spotlight: Mad Max: Fury Road, Carol.
    Filme, denen ich den Oscar eher gegeben hätte als Spotlight: The Big Short, The Revenant.

    Ich hatte nie das Gefühl, dass der Film seiner Geschichte gerecht wird. Im Podcast wird ja auch gesagt, dass es auch ein anderes Thema hätte sein können. Bei den Schauspielern haben mir Liev Schreiber, Michael Keaton und Mark Ruffalo gefallen, auch wenn er es etwas übertrieben spielt.
    Viel Zustimmung für Lukas M., wenig Liebe für Spotlight. 3,5/5

    Die Diskussion zu Francofonia war sehr interessant, der Film kommt gleich auf die Watchlist.

  3. MissM sagt:

    Spotlight, ein „Historienfilm“? Seriously? WTF?
    2001/2002 war praktisch gestern.

    1. Deshalb habe ich im Text ja sogar betont, dass die dargestellten Ereignisse gerade einmal fünfzehn Jahre zurückliegen. Es ging mir mit dieser Wortwahl darum, dass durch die immer schneller voranschreitende technische Entwicklung auch kurze Zeiträume reichen, um gravierende Veränderungen herbeizuführen. Auch wenn 2002 „praktisch gestern“ war, hat im Feld des Journalismus seitdem ein gravierender Paradigmenwechsel stattgefunden. Vom Erscheinungsjahr des Films 2015 aus gesehen muten die Prozesse in „Spotlight“ wie aus einer anderen Zeit an. Tom McCarthy schafft die selbe Distanz zum Gezeigten, die man sonst in Historiendramen empfindet.

  4. MissM sagt:

    Bitte Zootopia besprechen! Heißt in Europa Zoomania, weil es hier wohl einen Freizeitpark hat, der die Rechte an Zootopia inne hat.

    1. In der nächsten Folge, die wir bereits aufgezeichnet haben, gibt es auch eine (sehr knappe) Besprechung zu „Zoomania“. Die meisten Hörer wollten jedoch lieber unsere Diskussion zu „Grüße aus Fukushima“ hören.

      1. MISSM sagt:

        Verdammtes Arthouse-Publikum 😀
        Na gut, danke für die schnelle Rückmeldung!

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