Sendung,
114 MIN

#44: The Witch / X-Men: Apocalypse (Gast: Sascha Brittner)

Mai 26, 2016

Wir lassen uns von Gast Sascha Brittner und seiner Meinung zu ‚The Witch‘ verzaubern und finden es gleichermaßen verhext, dass selbst ‚X-Men: Apocalypse‘ dieses Jahr so attraktiv ist wie Melisandres wahre Gestalt. Hex Hex.

Mehr von Sascha findet man hier:
Pew Pew Pew – Filmblog über Katzen und Pizza
Sascha auf Twitter
Sascha im Nerdcore Wowcast

Sonst noch an den Mikrofonen:
Johannes (@joukoda)
Lucas B. (@Kinomensch)
Lukas M. (@cinedrifter)

Für Feedback oder Fragen schreibt eine Mail an feedback@longtake.de. Wir freuen uns sehr über jegliches Feedback via Mail, Kommentarfunktion oder Facebook und Twitter (@longtakede) und auch über jegliche andersartige Unterstützung, vielen Dank fürs Zuhören!

(Ausschnitte aus den Filmen unterliegen dem Copyright des entsprechenden Filmverleihs und werden aus rein journalistischer Intention unkommerziell genutzt.)

Shownotes
  • 0:00

    Begrüßung + Hallo Sascha!

  • 2:46

    Filmdiskussion: The Witch (Spoilertalk)

  • 59:46

    Filmdiskussion: X-Men: Apocalypse

  • 1:50:02

    Verabschiedung + Filme der nächsten Woche + Social Media

3 Kommentare

  1. PandaVegetto sagt:

    100 % männliche Gäste, wenn das die Gleichstellungsbeauftragte für Podcasts herausfindet! ^^ Netter Gast mit einer angenehmen Stimme und wie bei den Superheldenfilmen wird gleich seine Rückkehr angeteasert!

    Ich habe The Witch auch per VOD gekuckt, allein im Dunklen mit O-Ton. Die Sprache trägt sehr zur Authentizität und Atmosphäre bei.
    Für mich hebt sich Anya Taylor-Joy klar vom Rest des Casts ab, Black Phillip habe ich bis zur entscheidenden Szene nicht so wahrgenommen. Ich habe allerdings auch keinen Trailer gesehen oder etwas vom Marketing. Die letzte Szene war mir etwas zu viel, da hätte ich eher etwas Bodenständigeres erwartet.
    The Witch ist ein sehr guter und interessanter Film, ich würde 4/5 Sternen geben. Einer muss! ^^

    Mit X-Men Apocalypse hatte ich trotz aller Schwächen doch recht viel Spass im Kino, deshalb bekommt er mit Bryan Singer Bonus auch 3,5 Sternen. First Class fand ich übrigens nur okay, Days of Future Past ist für mich Genrereferenz. Da habe ich sogar jeweils eine Kritik zu geschrieben. ^^
    (Und jetzt der Copy & Paste Beitrag:)

    I saw the end of the world
    Michael Fassbender ist grossartig, es gibt eine neue Quicksilver-Szene und der Film spielt in den 80er Jahren.
    Alles ist verbunden, der Film sieht sich aber auch selbst eher als dritter Teil einer Trilogie. Es fühlt sich für mich nicht so an wie das enge Korsett bei den Marvel Studios. Man merkt Bryans Singers Liebe für die X-Men. Es gibt viele gute Anspielungen und auch Rückblenden zu First Class. Der Rollenwechsel von Mystique wirkt nicht mehr komisch und auch ihre permante Jennifer Lawrence Form hat mich nicht gestört. Die neuen jungen X-Men sind alle gelungen, auch wenn ich mir etwas mehr „Teenager in der Schule“-Szenen gewünscht hätte. Überhaupt hätte der Film noch eine Portion mehr 80er Jahre vertragen. Die Musik ist gelungen und bleibt in Erinnerung.

    X-Men: Apocalypse nimmt sich von seinen 144 Minuten viel Zeit für Einleitung und Aufbauarbeit, um sich dann etwas zu verlieren in der zweiten Hälfte und in einem mittelmässigen Finale zu enden. Überhaupt bekommt man viel bunte Action, die ich aber nie wirklich spektakulär empfand, auch optisch nicht. Der philosophische Aspekt der X-Men rückt sehr weit in den Hintergrund, was ich für einen Film prinzipiell nicht schlecht finde. Es hätte dem Film aber gut getan, wenn er einen halben Gang zurückgeschaltet hätte. Klar ist der Bösewicht übermächtig, aber ein bisschen weniger Zerstörung und Alles-oder-Nichts-Mentalität hätte ich besser gefunden. Wenn in jedem Film die Welt untergeht, wird es auf Dauer eintönig. Bei der Vielzahl von Figuren würden mir spontan drei einfallen, die der Film nicht gebraucht hätte. So kommen leider auch einige Figuren etwas zu kurz. Oscar Isaac ist trotz seines Power Ranger Kostüms gut zu erkennen und wirkt nie trashig. Seine Figur ist aber leider nicht interessant genug inszeniert und sein Plan ist ziemlich lahm.

    Bryan Singer kann bessere Filme machen und im direkten Vergleich mit Zukunft ist Vergangheit sieht Apocalypse keinen Stich, Spass gemacht hat es trotzdem. Der Film hat grossartige Szenen, die sich auch vom Ton unterscheiden, und ist für mich in diesem Jahr wohl die beste Comicverfilmung.

    SPOILER
    Mit der Post-credits scene konnte ich nichts anfangen, reizt mich auch mit einer Erklärung nicht. Auf Logan, Phoenix und eine kaputte Schule hätte ich verzichten können. Auf Havoc und Moira eigentlich auch.
    SPOILER ENDE

    Steht Green Room schon auf eurem Podcastplan?

    1. Auch die nächste Episode wird die Gleichstellungsbeauftragte nicht glücklich machen. Aber du hast recht: Das bislang keine Frau im Podcast zu hören war, ist nicht optimal. Ich hoffe, wir können daran in naher Zukunft etwas ändern.

      Deine Meinungen zu den Filmen kann ich gut nachvollziehen, auch wenn ich (glaube ich) weniger Spaß mit „Apocalypse“ hatte als du. Für die Post-Credit-Szene konnte ich leider nicht bleiben. Klingt aber nicht gerade aufregend.

      „Green Room“ werden wir bestimmt besprechen, mehr dazu in der nächsten Folge.

  2. Kamil sagt:

    Ich weiß nicht, woher ihr sie immer auftreibt, aber ihr habt in der Regel tatsächlich Gäste, die man auch gerne noch ein weiteres Mal ans Ohr lassen würde!
    Ansonsten aber auch ein sehr schöner Cast, wo ‚The Witch‘ wirklich die ausufernde Diskussion spendiert bekommen hat, die der Film auch verdient :)

    Ihr habt ihn auch wunderbar zu fassen bekommen, dass ich gar nicht weiß, was ich großartig noch dazu schreiben soll (ein Problem, das ich häufiger bei eurem Podcast habe 😀 ) Einige Themen, die ihr besprochen habt, hatte ich gar nicht so vor Augen, weil ich ganz vertieft in andere Aspekte war, beispielsweise die Frauenrolle im Allgemeinen oder das Motiv der Hexenjagd, die sich tatsächlich doch relativ logisch aus dem Film ergeben.
    Mir hat der Film extrem gut gefallen, es war ein sehr interessanter Genre-Mix mit dichter Atmosphäre, der als bloßes Schauermärchen funktioniert und mit unüblicher, beeindruckender Konsequenz zu Ende erzählt wird, aber eben doch einige Ebenen dahinter bietet. Die religiös motivierte Isolation dieser Familie war letztlich der eigentlich nach innen gerichtete Schrecken dieser Geschichte für mich und ich muss auch wirklich sagen, dass mich viele Momente sehr gerührt und tieftraurig zurückgelassen haben – etwas, was ich nicht erwartet hätte, als ich den Kinosaal betrat. Auf jeden Fall ein sehr eindrucksvolles Regie-Debüt und sehr schön, dass auch der Soundtrack von euch so lobend erwähnt wird, der ist mir auch extrem positiv aufgefallen und hätte ohne weiteres auch als musikalische Untermalung für Kubricks Monolith funktioniert (hier vlt. also eine weitere Kubrick-Parallele 😉 ).

    Interessant finde ich auch, dass der Film bei mir in Köln in keinem einzigen Programmkino läuft, sondern nur im großen Cinedom. Ist dem Film nur zu gönnen, aber vielleicht auch Indikator für ein täuschendes Marketing. Ich war dann in einer O-Ton Vorstellung um 23:00 Uhr mit insgesamt nur 4 Leuten im Saal, aber zumindest waren das dann wohl Menschen, die auch wussten, worauf sie sich eingelassen haben.

    Zu X-Men: wie letzte Woche geschrieben, habe ich diesen Film im Kino ausgelassen und wie mir scheint, war das wohl auch die richtige Entscheidung. Ich mochte die beiden Vorgänger, aber es scheint, als ob der Film wieder voll des leeren Pathos war, der schon in ‚Days of Future Past‘ anklang und mich auch schon dort nicht wirklich packen konnte.
    Ziemlich schockiert bin ich ja tatsächlich, über die Auschwitz-Sequenz. Ich habe tatsächlich jetzt nicht ganz verstanden, in welchem Kontext diese Szene stand und was genau ihr Zweck war, aber ganz ehrlich: ich finde das schon ziemlich empörend (wobei ich zugegeben bei diesem Thema auch etwas empfindlich bin).

    Freue mich auf jeden Fall schon auf die nächste Folge und auf eure Interpretationen zu ‚Der Nachtmahr‘, den ich zum Kinostart gesehen habe und der mir sehr gefallen und tatsächlich Hoffnung fürs deutsche Genre-Kino gemacht hat!
    Überhaupt scheint es ein toller Kino-Sommer zu werden, wenn ich da an so Filme wie ‚Green Room‘ , ‚Everybody Wants Some‘ , ‚The Nice Guys‘ und ‚The Assassin‘ denke :)

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