Sendung,
80 MIN

#46: The Nice Guys / Everybody Wants Some!!

Juni 09, 2016

Wir bemerken bei unserer Diskussion zu ‚The Nice Guys‘, dass wir dem Regisseur Shane Black auch gerne mit Tür und Faust ins Haus fallen würden und nehmen Richard Linklater für ‚Everybody Wants Some!!‘ die Bong weg.

An den Mikrofonen:
Johannes (@joukoda)
Lucas B. (@Kinomensch)
Lukas M. (@cinedrifter)

Für Feedback oder Fragen schreibt eine Mail an feedback@longtake.de. Wir freuen uns sehr über jegliches Feedback via Mail, Kommentarfunktion oder Facebook und Twitter (@longtakede) und auch über jegliche andersartige Unterstützung, vielen Dank fürs Zuhören!

(Ausschnitte aus den Filmen unterliegen dem Copyright des entsprechenden Filmverleihs und werden aus rein journalistischer Intention unkommerziell genutzt.)

Shownotes
  • 0:00

    Begrüßung + iTunes Rezension

  • 3:55

    Filmdiskussion: The Nice Guys

  • 36:45

    Filmdiskussion: Everybody Wants Some!!

  • 1:14:28

    Verabschiedung + Filme der nächsten Woche + Social Media

9 Kommentare

  1. :(!! Trotzdem wieder ’ne schöne Folge

    1. Johannes sagt:

      Dankeschön! :)!!

  2. PandaVegetto sagt:

    Lucas B. sollte nach so vielen Folgen nicht damit anfangen die Sternewertungen einfach wegzulassen.

    Bei The Nice Guys stellt sich mir die Frage, ob man Shane Black dafür loben soll, dass er sich vom Einheitsbrei abhebt oder dafür kritisieren, dass er es eigentlich noch besser kann. Die Chemie zwischen den Hauptdarstellern ist nicht perfekt und auch die Grundstimmung des Films ist nicht ganz stimmig. Bei aller Ernsthaftigkeit der Geschichte und ihrer Film Noir Aspekte macht March übertrieben viele Witze. Dazu bekommt er eine dünne Hintergrundgeschichte, die im Film kaum aufgegriffen wird, Healy bekommt keine. Mit Holly hat man noch eine dritte Figur, die eigentlich gleichwertig mit den beiden Ermittlern ist. Es fehlt auch ein interessanter Gegenspieler, das Finale war mir etwas zu actionreich und wirr. Die Aussage von Lukas, dass der Film seltsam mechanisch wirkt, finde ich sehr passend.
    Ich habe zwar auch nicht so viel gelacht, es war aber alles recht nett. Ich würde 3,5 Sterne vergeben.

    Da mich Linklater wenig reizt, habe ich nicht vor seinen neuen Film im Kino zu sehen. Aber da es in der Diskussion vorkam, 1,5 Sterne für Boyhood und 5 Sterne für Rushmore.

    Ich habe Green Room noch nicht gesehen. Wenn sich kein andere Film aufdrängt, kann man ruhig auch „ältere“ Filme nachholen. Ausser ihr wollte unbedingt über „Professor Love“ sprechen! ^^

    1. PandaVegetto sagt:

      Upsi, bitte jedes „Lukas“ durch Lucas B. ersetzen in diesem Kommentar. ^^

    2. Ich habe wegen dir den Trailer zu „Professor Love“ angeschaut.

      Das wirst du mir büßen!

      1. PandaVegetto sagt:

        Hihi. Und ist der Trailer gut? ^^
        Ich habe nur das Plakat mit Pierce darauf gesehen.

  3. Kamil sagt:

    Ein Kommentar aus dem Urlaub – deswegen bleibe ich auch ganz tiefenentspannt, obwohl die Filme viel mehr Kritik abbekommen haben, als sie verdient hätten 😉

    Aber im Ernst: mein Kinosommer war nach diesen beiden Filmen tatsächlich so weit gerettet. Ich glaube, selten habe ich in einem öffentlichen Kino mehr lauthals gelacht als bei ‚The Nice Guys‘ – war mir schon fast peinlich. Die Qualität des Humors habt ihr schon gut beschrieben und ich muss dazu auch sagen, dass mir gefiel, wie clever und über lange Zeit hinweg manche Pointen aufgebaut wurden. Und dann eben noch Ryan Gosling, der hier genau die richtige Anzahl an Prozenten gegeben hat 😉 Der Mann hat ein wahnsinnig gutes Timing in Sachen ‚physical comedy‘ drauf und allein seine Einführung mit dem Einbruch durch das Glasfenster – perfekt! Ich lag am Boden!
    Und ja, der Film war in seiner Progression verworren, aber das war ‚Kiss Kiss Bang Bang‘ auch schon – da habe ich den Film 2-3 mal sehen müssen, um den gesamten Handlungsverlauf zu rekonstruieren. Letztlich war der Film aber doch für mich kohärent genug und der Faden, der den Film zusammen gehalten hat, lag in der Umweltethik gespannt. Die gesamte Auflösung des Mysteriums führte dorthin und ich meine, das Finale spielte auf einer Art Automesse. Ich hätte diesen Weg des Films zwar nicht erwartet, aber mir gefiel’s und meiner Meinung nach hatte es durchaus was subversives, dass diese verstrahlten Charaktere der 70er noch die Hoffnung hatten, dass die Generation nach ihnen das Klimaproblem in den Griff bekäme, gleichzeitig aber Rusell Crowes am Ende des Films – statt wie in anderen Filmen mit dem Trinken aufzuhören – wieder mit dem Trinken anfängt und die Tochter von Ryan Gosling für mich im Film für den Verlust einer gewissen Unschuld stand. Dadurch endete der Film für mich auf einer durchaus bitteren Note, welche über die reine Unterhaltung und Trivialität hinwegstrahlte. Ihr habt ja im Podcast auch darüber gesprochen, aber vermutlich war euch das einfach nicht genug. Dennoch muss ich fairerweise sagen, dass ich viele eurer Kritikpunkte im Ansatz durchaus nachvollziehen kann und mir insgesamt ‚Kiss Kiss Bang Bang‘ deutlich besser gefiel.

  4. Kamil sagt:

    Da ich auf dem Handy tippen muss, ist ein zweiter Kommentar zu eurem zweiten Film komfortabler.

    Also, ich muss vorweg sagen: ich liebe Richard Linklater! Ich halte die ‚Before‘-Trilogie für eines der bedeutsamsten Filmwerke unserer Zeit, bin nur deswegen einst nach Wien geflogen, finde in seinen Werken die pure Magie unseres Alltags wieder und wie jemand von ‚Boyhood‘ nicht verzaubert werden konnte, ist mir schleierhaft.

    Ich glaube, bei seinen Filmen ist häufig die entscheidene Frage, ob man’s fühlt oder nicht und hier habe ich es absolut gefühlt. Messerscharf werden die verschiedenen Rituale und Kommunikationsmittel dieser Truppe beobachtet, der Film ist ständig in Bewegung und es ist eben einfach nur ein Spaß, weil es die letzte Zeit und Möglichkeit dieser Menschen sein wird, so sorgenfrei Spaß haben zu dürfen! Eine kritische Auseinandersetzung mit dieser Zeit ist in dem Film – und da bin ich vollkommen auf Jokos Seite – meiner Meinung nach deshalb nicht notwendig, darf über das Werk hinaus aber natürlich angebracht werden. Aber gut, ich bin zugegeben auch ein sehr nostalgischer Mensch. Mich würde in diesem Zusammenhang interessieren, ob für die Lukas/Lucas-Fraktion in ‚Dazed & Confused‘ ein anderer Ton getroffen wurde als hier.
    Ich teile aber den Kritikpunkt, dass im Film zu vieles zu plakativ ausgesprochen wird. An sich finde ich es nicht verkehrt, solche Weisheiten in reiner Dialogform zu präsentieren, da ich viele meiner persönlichen Lebenslektionen ebenfalls aus Gesprächen mitgenommen habe, aber das hat Linklater schon mal subtiler verstanden. Deswegen für mich zwar kein neues Linklater-Meisterwerk, aber ein schönes Schwelgen und ein wunderbarer Spaß!

    Übrigens dürft ihr gerne noch über Green Room reden! Aktualität ist zwar als Konzept immer wieder schön, aber ihr müsst meiner Meinung nicht akribisch daran festhalten. Und die vielen neuen Zuhörer, dir ihr gewonnen habt, freuen sich bestimmt über ganz viele weitere Sternewertungen 😉

    1. Ich mag die „Before“-Reihe auch, bei den anderen Linklater-Filmen habe ich meist gemischte Gefühle. „Boyhood“ scheint mir sehr berechnend und kalkuliert, komplett darauf ausgelegt, dass sich die Zielgruppe darin wiederfindet. Dagegen haben Marvel-Filme eine kompromisslose künstlerische Vision. Eine Figur ohne Eigenschaften führt zu einem Film ohne Identität und Ideen. Da ist keine Magie, nur Jahrmarkt-Wahrsagerei: Wenn die Aussagen vage genug sind, treffen sie irgendwann auf jeden zu. Das ist reine Statistik. Linklater liest 2 Stunden lang Horoskope vor und alle applaudieren.

      Ich denke, diese Trennung zwischen „fühlen“ und „nicht fühlen“ ist zu einfach. Kein Film bietet 100% Sentiment, jede Emotion ist an einen geistigen Prozess gebunden (und umgekehrt.).

      „Messerscharf“ scheint mir da gar nichts, Linklater kommt zur Operation mit einem stumpfen Breitschwert. Welche Beobachtung über „Rituale und Kommunikationsmittel“ war irgendwie neu oder originell? Dass Sportler oft kompetitiv sind, aber nicht immer die hellsten? Das die College-Zeit für viele eine Phase der Selbstfindung ist? Ich konnte wenig daraus mitnehmen, außer eben, welche Bücher Linklater in letzter Zeit halb gelesen und zu einem Viertel verstanden hat.

      Natürlich ist eine kritische Auseinandersetzung nicht immer nötig, aber naive Nostalgie langweilt mich. Ein „es war nicht alles schlecht“ sehe ich kritisch, dieses hohle „ALLES WAR SO GEIL!!“ ist mir unerträglich. „Dazed & Confused“ habe ich lange nicht mehr gesehen, muss ich mal wieder schauen. Ich habe den positiv in Erinnerung, aber vielleicht ist das auch nur nostalgische Verklärung 😉

      In der nächsten Folge werden wir wohl über Green Room, Vor der Morgenröte und Warcraft reden. Sternewertungen bleiben doof.

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