Sendung,
75 MIN

#60: Snowden / Der Dialog (1974)

September 29, 2016

Wir leaken euch unsere Meinungen zu Oliver Stones‘ ‚Snowden‘. Außerdem führen wir eine Konversation zu ‚Der Dialog‘ von Francis Ford Coppola aus dem Jahr 1974. Wir hoffen, ihr lauscht so sorgfältig wie Gene Hackman als Harry Caul.

Und solltet ihr das tun, wird euch auffallen, dass ein kleiner Teil in der Sendung fehlt: Unsere angekündigte Vorschau zum Filmfest Hamburg findet ihr separat auf unserer Soundcloud Seite!

An den Mikrofonen:
Johannes (@joukoda)
Lucas B. (@Kinomensch)
Lukas M. (@cinedrifter)

Für Feedback oder Fragen schreibt eine Mail an feedback@longtake.de. Wir freuen uns sehr über jegliches Feedback via Mail, Kommentarfunktion oder Facebook und Twitter (@longtakede) und auch über jegliche andersartige Unterstützung, vielen Dank fürs Zuhören!

(Ausschnitte aus den Filmen unterliegen dem Copyright des entsprechenden Filmverleihs und werden aus rein journalistischer Intention unkommerziell genutzt.)

Shownotes
  • 0:00

    Begrüßung

  • 0:46

    Filmdiskussion: Snowden

  • 39:15

    Hörermeinungen

  • 48:48

    Filmdiskussion: Der Dialog (The Conversation)

  • 1:22:20

    Verabschiedung + Filmfest Hamburg

1 Kommentar

  1. Kamil sagt:

    Wow! Diese Folge war – abgesehen vom „mystischen Schlabbern“ (na gut, ein klein wenig hat es mich doch angemacht 😉 ) – wieder ein Musterbeispiel dafür, warum ich euch so gerne höre!
    Ich hatte mir ‚The Conversation‘ für eure Sendung extra zum ersten Mal angeschaut und muss zugeben, dass mir der Film zwar sehr gefallen hat, aber lange nicht so gut, wie euch. Ich glaube, euer Hinweis, dass man diesen Film am besten mehrmals schaut, war der für mich entscheidende Satz! Denn wenn ich ehrlich bin, habe ich die Paranoia, die Suche nach Moral und die Tragik der Figur Harry Caul in der ersten Hälfte des Films längst nicht so intensiv wahrgenommen wie ihr – gerade auch weil er eine bewusst leere Figur bleiben möchte und ich nicht verstanden hatte, was daran besonders interessant erschien. Aber ihr habt natürlich Recht: das Ende – wenn letztlich alle Dämme brechen – haut einfach aus Charaktersicht unfassbar rein und der Film bietet, wie ihr richtig gesagt habt, immer wieder zwischendurch Enthüllungen zur Figur, die retrospektiv viel erklären und den anfangs scheinbar leer wirkenden Charakter anreichern. Ich glaube daher, wenn ich ihn mir jetzt ein zweites Mal anschauen würde, ich Harry Caul mit ganz anderen Augen sehen würde und damit sich in den vermeintlich leeren und langsamen Partien eine ganz andere Spannung etablieren würde und insofern wart ihr mit eurer Diskussion, die mir all diese Punkte nochmal vor Augen geführt hat, wirklich das perfekte Auffangbecken für all diejenigen, die den Film gerade erst zum ersten Mal gesehen haben. Danke dafür!
    Da ich euch sonst in allem nur noch zustimmen kann, vielleicht abschließend ein Aspekt, der von euch nicht bzw. anders besprochen wurde: sein Saxophon-Spiel. Wenn man genau hinhört, spielt er eigentlich immer in den Soli-Parts der Musikaufnahmen ein von ihm neu interpretiertes, eigenes Solo mit, was auf der einen Seite natürlich auch seine Einsamkeit zeigt – wie ihr richtig bemerkt habt (der einzige Applaus, der ihm zuteil wird, kommt hier – wie im Jazz üblich – am Solo-Ende vom Band), allerdings passt dies auch zur restlichen Interpretation des gesamten Films: der gleiche Solist eines Jazz-Ensembles wird an der selben Stelle des Stückes bei verschiedenen Aufführungen wohl nie das exakt gleiche Solo spielen, sondern stets eine andere Abweichung und Interpretation – ähnlich wie hier im Film durch ständige Wiederholungen die Gesprächsfetzen zwischen den selben Menschen in ihrer Interpretation leicht abgewandelt werden – und er legt ja auch zeitgleich zur Aufnahme ein anderes Solo – also eine andere Interpretation als quasi neue Tonspur darüber.
    Verdammt, ich merke gerade, wie unfassbar genial ich diesen Film letztlich doch finde 😀

    Die Entscheidung ist bei mir übrigens gefallen: zum Filmfest Hamburg werde ich nicht fahren, weil ich erst vor kurzem vom ‚Filmfestival Cologne‘ erfahren habe, das zur gleichen Zeit stattfindet und mir hier in Köln fast alle Filme bietet, die mich auch in Hamburg interessiert hätten (It’s only the end of the world, Certain Women, Elle – noch dazu Aquarius und The Handmaiden). Euch aber dort auf jeden Fall ganz viel Spaß und ich freue mich auf jede Form eurer Berichterstattung! :)

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