Sendung,
58 MIN

#76: Manchester by the Sea

Februar 07, 2017

In Folge #76 sprechen wir über das Drama „Manchester by the Sea“ von Kenneth Lonergan. Was liegt hinter den eingefrorenen Gesichtszügen des von Casey Affleck gespielten Lee Chandler – eine Welt des Schmerzes, die große Leere? Wo verläuft die Grenze zwischen Subtilität und Taubheit? (Achtung: Teile der Diskussion könnten als Spoiler missverstanden werden.)

Für Feedback oder Fragen schreibt eine Mail an feedback@longtake.de. Wir freuen uns sehr über jegliches Feedback via Mail, Kommentarfunktion oder Facebook und Twitter (@longtakede) und auch über jegliche andersartige Unterstützung, vielen Dank fürs Zuhören!

An den Mikrofonen:
Lucas B. (@kinomensch)
Conrad W. Mildner (@Mueckerling)

(Ausschnitte aus den Filmen unterliegen dem Copyright des entsprechenden Filmverleihs und werden aus rein journalistischer Intention unkommerziell genutzt.)

Shownotes

0:36
Begrüßung + Vorstellung: Conrad Mildner

1:34
Diskussion: Oscar-Nominierungen

13:46
Filmdiskussion: Manchester by the Sea

52:50
Fazit: Manchester by the Sea

55: 35
Verabschiedung + Social Media

1 Kommentar

  1. Kamil sagt:

    Schöne Diskussion!
    Eine Sache, die ich noch zum Symbolismus anzufügen habe: ich glaube, Lucas hat mitunter ein Bild kritisiert, das ich aber etwas umformen würde: nämlich das der Waffen, aus deren Verkaufserlös dann der Motor fürs Boot bezahlt wurde – was Lucas eher negativ aufgefallen war, weil es doch als Bild des neuen Antriebs gelten könnte und damit eher aus dem Gesamtkontext des Films rausfällt. Und es stimmt auch – und ich sehe es ähnlich, aber mit dem feinen Unterschied: Lee kauft den Motor nicht für sich, sondern für Patrick. Und nur weil es Patrick vielleicht neuen Auftrieb geben kann, heißt es nicht, dass Lee etwas großartig daraus ziehen muss – im Gegenteil: wir sehen ja gerade danach, dass solche Uneigennützigkeiten eben auch nicht die Antwort dafür darstellen, sein Traumata bekämpfen zu können.

    Generell fand ich das Fass, das Lucas hier kurz mal aufgemacht hat, aber sehr interessant. Wie viel Symbolismus darf in einem Film eingesetzt werden, der doch eigentlich vorgibt, aus dem Alltag zu erzählen und eine gewisse Realität abbilden zu wollen?
    Und ich denke nicht – so subjektiv wie wir auch in unserem Leben den Dingen um uns herum Bedeutung zumessen, und zwar auf einer so persönlich symbolhaften und ideellen Ebene, dass sie möglicherweise sonst niemand nachempfinden könnte -, dass man das pauschal beantworten kann. Ich könnte mir vorstellen, dass man das Maß auch erst retrospektiv für sich auslotet. Wenn man allgemein auf der Welle des Films mitgeschwungen ist, wird man vermutlich die Symboldichte im Nachhinein als genau richtig empfunden haben. Aus dem Bauch heraus hätte ich aber jetzt geantwortet: ist das Verdichtete nicht genau das interessante am Kino?
    Wäre aber sicherlich ein spannendes Thema für ein neues Essay: ab wann wird das In-Symbolen-Erzählen zu viel?

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