Festival,
99 MIN

Filmfest Hamburg 2016 (3/3): Suntan & Top 5 Filme des Festivals

Oktober 12, 2016

In der letzten Sendung vom Filmfest Hamburg ziehen wir unser Fazit und präsentieren euch jeweils unsere Lieblingsfilme des Festivals. Außerdem diskutieren und streiten wir über Filme wie ‚Suntan‘, ‚Dark Night‘ oder ‚In the Blood‘. Unseren Gastbeitrag liefert Michael von Nochnfilm und am Ende erwartet euch ein Q&A mit Argyris Papadimitropoulos. Auf den Namen erstmal ein: Jamas!

An den Mikrofonen:
Johannes (@joukoda)
Lucas B. (@Kinomensch)
Lukas M. (@cinedrifter)

Für Feedback oder Fragen schreibt eine Mail an feedback@longtake.de. Wir freuen uns sehr über jegliches Feedback via Mail, Kommentarfunktion oder Facebook und Twitter (@longtakede) und auch über jegliche andersartige Unterstützung, vielen Dank fürs Zuhören!

(Ausschnitte aus den Filmen unterliegen dem Copyright des entsprechenden Filmverleihs und werden aus rein journalistischer Intention unkommerziell genutzt.)

Shownotes
  • 0:00

    Begrüßung

  • 1:25

    Suntan

  • 16:50

    Michaels Festival Recap

  • 21:34

    Schnelldurchlauf

  • 43:29

    Dark Night

  • 56:17

    Top 5 Filme des Hamburger Filmfestivals 2016

  • 1:21:13

    Verabschiedung + Filme der nächsten Woche + Social Media

  • 1:23:53

    Q&A mit Argyris Papadimitropoulos (Suntan)

1 Kommentar

  1. Kamil sagt:

    Ja, dann vielen Dank für die üppige Berichterstattung – es war mir ein Fest! Gerade wenn man selbst die Filme vorher auf der Leinwand bewundern durfte, war es immer eine Freude auf dem Heimweg direkt eure Eindrücke dazu hören können :)

    Von all den besprochenen Filmen habe ich parallel zu euch drei auf dem Filmfestival Cologne sehen können, zu denen ich hier kurz meine Meinung abgeben wollte (vorher sei gesagt, dass ich mir solch ein Filmfestival – war nämlich mein erstes – etwas stimmungsvoller vorgestellt hatte. Bis auf paar wenige Eingangsworte vor dem Film – mal nicht über ein „und jetzt viel Spaß beim Film“ hinausgehend – hat es sich in den Kinosälen nicht wirklich anders angefühlt als sonst. Eine wirkliche Blogger-Szene habe ich leider auch nicht gefunden, wobei ich mich schon gerne mehr mit anderen ausgetauscht hätte – aber okay, dafür ist das Filmfestival im Vergleich zu Hamburg vermutlich etwas zu klein). Jedenfalls zu den drei Filmen:

    CERTAIN WOMEN – So ein wahnsinnig schöner Film gesegnet von einer angenehmen Ruhe, der Rückbesinnung zur Natur, einem Appell zum empathischen Miteinander und wirklich starken Frauen, die in ihren Rollen alle Spaß machen! Gerade die in der letzten Geschichte auf die Leinwand gepinselte Sehnsucht hat mich wahnsinnig rühren können – und dabei wirkt alles trotz der schwebenden Schwere mit einer kontemplativen Leichtigkeit eingefangen (wobei hier natürlich der bereits erwähnte Corgi der heimliche Star des Films war 😉 ). Ich hoffe Kelly Reichardt bleibt uns noch lange erhalten, bisher hat mir jeder ihrer Filme etwas mitgegeben. Sie schafft es in einem Klima, das mich schon seit längerer Zeit Amerika-kritisch stimmt, doch eine gewisse Romantik für ihr Land und ihre Menschen in mir entwickeln zu lassen und das kann nicht jeder von sich behaupten.

    ELLE – Was zur Hölle war denn das? Dieser Kinobesuch war definitiv der für mich unangenehmste und seltsamste der vergangenen Zeit. Wenn man nach einer Vergewaltigung Gelächter – gerade auch von weiblichen Besuchern – zu hören bekommt, ist das erstmal wahnsinnig irritierend – und das ist auch wohl das Stichwort, das mir am ehesten zu diesem Film einfällt: pure Irritation! Wie oft ich einfach über mein eigenes Lachen erschrocken war und angesichts einiger Szenen im Film einfach nur die Hände über den Kopf zusammenschlagen musste. Gerade weil wir hier eine Protagonistin haben, die frei von jeder Erwartbarkeit und jedem sozialen Kodex handelt und auf diese Weise aber auch wieder selbstermächtigt wird, wirkte das von außen sehr komplex und spannend auf mich. Ich weiß noch nicht genau, ob ich den Film insgesamt in ein paar Punkten als etwas zu drüber empfand – ihre Hintergrundgeschichte und die Geschichte mit dem Sohn war vielleicht das Quäntchen zu viel… ich weiß noch nicht – aber was ich mit großer Bestimmtheit sagen kann: es macht mir gerade unsagbar viel Spaß, dass ich diesen Film erstmal für mich entwirren muss und auch noch in den Positionen hin- und her springe. Spannend!

    IT’S ONLY THE END OF THE WORLD – Puh, ich weiß nicht, ob ich mit Xavier Dolan in diesem Leben noch komplett warm werde. Bisher schwankten seine Werke bei mir zwischen gut, solide und anstrengend, aber noch nie wirklich emotional berührend und dieser Film machte hier keine Ausnahme (fairerweise muss ich zugeben, dass ich noch nicht ‚Mommy‘ und ‚Laurence Anyways‘ gesehen habe). Schlecht fand ich ihn jedoch keineswegs: ich mochte es in diese Familie geworfen zu werden, wo man jedem ein komplexes und kaum in Worte zu fassendes Charakterbild abgenommen hatte und zusammen mit der ständig am Gesicht klebendem Kamera erzeugte das schon eine fast klaustrophobische Stimmung. Einige der Dialog-Szenen waren in der Tat „Showstopper“, ich mochte es allerdings wie sie sich in ihrem Ton nochmals durch Musikeinsätze steigern konnten, auch wenn sie davor schon ewig lang liefen und im richtigen Moment aber nochmals an Intensität gewannen. Insgesamt war der Film mir aber wohl zu frustrierend, als dass ich ihn wirklich mögen könnte und ich muss wohl noch für mich herausfinden, ob es Dolans Stil ist, der mich hier emotional blockiert oder ob es an irgendwas anderem liegt.

    Ziemlich heiß gemacht habt ihr mich ja auf ‚Personal Shopper‘, der hier nicht lief, umgekehrt will ich euch auf meine zwei Highlights des Kölner Festivals aufmerksam machen: Park Chan Wooks ‚The Handmaiden‘ und mein persönlicher Festival-Liebling ‚After the Storm‘ von Koreeda. Freut euch schon mal darauf, wenn sie hier regulär in Deutschland anlaufen :)

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